Bei der
Schallabsorption wird die Schallausbreitung einer starken Dämpfung unterworfen, wobei
Schall in
Wärme umgewandelt wird.
Bei Schallabsorption wird zwischen den jeweiligen Trägermedien unterschieden nach:
- Luftschallabsorption bzw. -dämpfung in Fluiden, siehe Schalldämpfung
- Körperschallabsorption bzw. -dämpfung in Feststoffen
Stoffe, die schallabsorbierende Eigenschaften besitzen, nennt man Schallschluckstoffe. Diese können für Luftschalldämpfung sowohl aus homogenem als auch aus porösem Material (mit durchgehenden Poren) bestehen. Bei homogenen Schallschluckstoffen erfolgt die Umwandlung durch innere Reibung infolge von Deformation des Materials und bei porösen Schallschluckstoffen durch äußere Reibung, d. h. durch Reibung zwischen den schwingenden Partikeln des Schallausbreitungsmediums und den Skelettelementen des porösen Materials.
Schallabsorptionsgrad
Der
Schallabsorptionsgrad α ist ein Maß für die absorbierte
Schallintensität. Der
Schallreflexionsgrad ρ ist ein Maß für die reflektierte Schallintensität. Der
Schalltransmissionsgrad τ ist ein Maß für die durchgelassenen Schallintensität. Der
Schalldissipationsgrad δ ist ein Maß für die "verlorengegangene" Schallintensität.
Zusammenhänge:

Die erste Gleichung besagt, dass die Summe von reflektierter und absorbierter Schallintensität, also von Schallreflexion und Schallabsorption, stets der gesamten Schallintensität entspricht. Die letzte Gleichung drückt aus, dass sich die absorbierte Schallintensität aus durchgelassener (transmittierter) und "verlorengegangener" (dissipierter) Schallintensität zusammensetzt. Schallabsorption entsteht also durch gleichzeitige Schalltransmission und Schalldissipation.
Ausführung von Absorbern
Für die Absorption von Luftschall verwendet man in der Praxis vorwiegend poröse Schallschluckstoffe mit durchgehenden Poren. Die bei Amateuren dazu so beliebten "
Eierpappen" als Absorber sind nicht wirkungsvoll und aus Feuerschutzgründen unbedingt abzulehnen. In Deutschland haben sich Akustikpaneele unter Verwendung einer Einlage aus Melaminharzschaum etabliert. Die Schallabsorption erfolgt durch Umwandlung der Schallenergie in Wärmeenergie durch die Reibung der Luftmoleküle am Schaum. Zunehmend werden textile Oberflächen in vielen Varianten in Bürobereichen und Privathäusern eingesetzt, ältester Hersteller ist Texaa aus Frankreich. Absorber werden in den letzten Jahren als Decken- und Wandpaneele, Wandbelag, Würfel, Säulen oder hängende Kegel angeboten.
Eine weitere Möglichkeit zur Schallabsorption bieten Resonatoren. Als Schallabsorber eignen sich sowohl Plattenresonatoren als auch
Helmholtz-Resonatoren.
Schallabsorption in der Bauakustik
Der in einem Raum erzeugte Schall breitet sich als Luftschallwelle aus und trifft auf Raumbegrenzungsflächen, die den Schall teilweise absorbieren und teilweise reflektieren. Teppiche sind die einzigen Bodenbeläge, die eine ausreichende Schallabsorption luftgetragener Geräusche ermöglichen. Bei der raumakustischen Berechnung wird z. B. für Teppichböden der geforderte
Schallabsorptionsgrad festgelegt. Die Messung erfolgt in einem Hallraum durch Vergleich der Nachhallzeiten mit und ohne Belag.
Siehe auch
Weblinks